Announcement: Seminar Argument Mapping

für Präsentationen – Lobbying & Verhandlung –Entscheidungscheck

Eigene Argumentationen gegenüber anderen darzulegen ist in vielen beruflichen Kontexten eine immer wieder kehrende Herausforderung. Gerade wenn man selbst Experte auf einem Gebiet ist, geschieht es oft, dass Erklärungen, die einem selbst verständlich und eindeutig erscheinen, auf Außenstehende bruchstückhaft wirken und schlecht nachvollzogen werden. Zu viele Bindeglieder, die aus der eigenen Sicht als selbstverständlich erscheinen, fehlen! Um dieses Problem zu überwinden hilft es, sich Klarheit über verborgene Grundannahmen zu verschaffen, die den eigenen Überlegungen zugrunde liegen. In anderen Situationen werden wir immer wieder dadurch überrascht, wie schwer es uns fällt, über den eigenen Standpunkt hinauszudenken und in Kontroversen zu einer umfassenden und neutralen Einschätzung der Sachlage zu gelangen (Stichwort myside bias oder Bestätigungsfehler). Zum Problem wird dies dann, wenn fehlerfreie Entscheidungen gefragt sind. Ähnliches gilt für das Lobbying, wo die andere Seite erwartet, belastbare Inhalte geliefert zu bekommen, und für Verhandlungssituationen. Hier ist die Einigung auf akzeptable Beurteilungskriterien für strittige Fragen entscheidend für einen erfolgreichen Abschluss. Ein unentbehrlicher Schritt zur Lösung all dieser Aufgaben ist eine systematisch durchgeführte hypothesenorientierte Problemstrukturierung (Fallbeispiel hier).

Ziele

  • Klarheit über die argumentative Tiefenstruktur gewinnen, um bei der Präsentation eigener Inhalte souveräner passende Strategien entwickeln zu können
  • Themendesign (Framing) für eigene Zwecke nutzen
  • Sich mit Hilfe von improvisierter Quantifizierung und Skizzierung möglicher Evidenzen einen Überblick über einen Sachstand verschaffen
  • Mit Hilfe einer umfassenden Argumentationsanalyse Schwachstellen und Angriffspunkten in der eigenen Argumentation (oder Planung) und derjenigen des Gegners aufspüren
  • Alternative Pfade identifizieren, auf denen man im argumentativen Wettstreit die eigene Position behaupten kann

 

Inhalte

  • Themenfeld-Analyse mit Einflussdiagrammen
  • Grundbegriffe der Argumentationsanalyse
  • Hypothesengeleitete Problemstrukturierung mit Argument Maps
  • Einführung in (frei zugängliche) Software-Tools für Concept- und Argument Mapping

 

Methoden

Übungsaufgaben undFallbeispiele; Kleingruppenarbeit; Trainerinput

 

Trainer

Dr. Ralf Grötker. Moderation und Beratung bei organisationsübergreifenden Projekten. Text und Konzeption im Bereich Wissenschaftskommunikation und Technologie; redaktionelles Projektmanagement. Zahlreiche Veröffentlichungen in Publikumsmedien wie brand eins, Technology Review u.a. Langjährige Erfahrung mit Argument Mapping und anderen Methoden der Problemstrukturierung. Zertifizierter Moderator.

 

Inklusive:

Teilnehmerunterlagen, Getränke und Snacks, Teilnahmebescheinigung

 

Teilnehmerkreis

Fachreferenten in Verbänden und anderen Interessensorganisationen, Moderatoren, Public Affairs Berater, Wissenschaftler, Redakteure

Veranstaltungsort

artop – Institut an der Humboldt Universität zu Berlin, Christburger Str. 4, 10405 Berlin

 

Konditionen

Datum Einzelpreis (max. 10 TN) Early Bird (bis 05.03.’18)
15./16. Juni 2018
(10 – 18 Uhr)
1.080 € inkl. MwSt 890 € (inkl. MwSt)

 

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FAQ

Was ist Argument Mapping?

Argument Mapping ist ein Verfahren der Problemstrukturierung und Problemlösung. Als „Mapping“ wird das Verfahren bezeichnet, weil es mit Diagrammen arbeitet. Argument Mapping hilft, in einem von argumentativen Auseinandersetzungen geprägtem Kommunikationsumfeld den eigenen Standpunkt zu behaupten. In anderen Kontexten ermöglicht es Argument Mapping, Handlungsoptionen einer systematischen Überprüfung zu unterziehen. Das von Explorat zu diesen Zwecken entwickelte Verfahren adressiert drei verschiedene Ebenen: die Ebene des Themendesigns oder des Framings; die sachliche Ebene; und die dialektische Ebene (bei der es um darum geht, wie sich Akteure in einer Auseinandersetzung argumentativ positionieren). Fallbeispiel hier.