Problemstrukturierung mit kognitivem Mapping

Problemstrukturierung hilft, auf Basis eigener Präferenzen zu einer geeigneten Lösung zu finden. Das Aufgabengebiet reicht von der Themenfeld- und Problemanalyse über Strategie- und Entscheidungsfindung bis zur Entscheidungsanalyse und Aufgabenplanung. Unterstützt wird die Problemstrukturierung durch Techniken des visuellen Mappings. Kognitives Mapping bezeichnet die Kombination aus Problemstrukturierung und visuellem Mapping. Insgesamt handelt es sich dabei um keine Spezialmethode, sondern um eine Toolbox unterschiedlicher Verfahren. Die verschiedenen Verfahren sind von Explorat erprobt und so aufeinander abgestimmt worden, dass sie in Arbeitsprozessen optimal in sequentieller Abfolge verwendet werden können. Ein besonderes Merkmal des Ansatzes ist die Verknüpfung von Kreativtechniken mit Methoden des Critical Thinking (Debiasing).

Spezielle Einsatzgebiete sind Aufgabenstellungen, die nicht von sich aus bereits klar definiert und operationalisiert sind. Beispiele dafür sind Entscheidungssituationen, die durch das das Zusammenkommen einer Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven und Meinungen geprägt sind sowie durch Optionen, für die es oft keine eindeutigen Fakten oder Kennzahlen gibt, sondern lediglich mehr oder weniger plausible Annahmen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Konfliktmoderation und der Kommunikation in Kontroversen.

 

Im Dialogprozess helfen Visualisierungen, sich auf die gemeinsame Problemstellung zu fokussieren und Effekte der Gruppendynamik zu überwinden. Über eine visuelle Darstellung lässt sich oft sehr viel einfacher Einigung erzielen als über das gesprochene Wort oder eine Textpassage.

Kognitives Mapping komprimiert Dialoge und stellt ihre Ergebnisse nachvollziehbar in einem logischen Zusammenhang dar. Das Verfahren dient darüber hinaus als Leitfaden für Recherche und Entscheidungsfindung: Kognitive Maps können als Schablonen verwendet werden, vor deren Hintergrund Dialoginhalte gezielt auf Vollständigkeit überprüft werden. Kognitives Mapping eignet sich besonders zur Begleitung und Nachbereitung von Workshops, Interviews und Expertenhearings, Bürgerbeteiligungsverfahren, Podiumsdiskussionen und anderen Veranstaltungen des Austauschs von Meinungen und Standpunkten. Kognitive Maps können dabei von einem Analysten zum persönlichen Wissensmanagement genutzt werden; sie können von einer Moderatorin oder einem Moderator zur Unterstützung der Zusammenarbeit im Team oder im Kontext von Partizipationsverfahren verwendet werden, oder für die Kommunikation mit einer breiteren Öffentlichkeit.

Geteiltes Verständnis: Die Gruppe definiert sich über die gemeinsame Arbeit an einer kognitiven Karte.

Kognitive Maps leisten:
• Unterstützung von „aktivem Zuhören“ im Dialog zwischen Moderation und Teilnehmenden
• Wissenssynthese
• Präzisierung von Ausgangshypothesen und Sichtbarmachung verborgener Annahmen
• Markierung offener Fragen und Aufgaben
• Skizzierung denkbarer Evidenzen, um offene Fragen zu klären oder Annahmen zu überprüfen

Für unterschiedliche Aufgaben (wie etwa Themenfindung, Strategieplanung oder Projektmanagement) nutzt Explorat jeweils spezifische diagrammatischen Darstellungsformen, wie zum Beispiel Concept Maps, Einfluss-Diagramme, Matrixverfahren (z. B. in der SWOT-Analyse oder in der Multi Criteria Decision Analysis) oder Argument Maps. Die Verfahren werden von Explorat so aufeinander abgestimmt, dass sie im Analyseprozess einander ergänzen und in Abfolge oder nebeneinander verwendet werden können.

Der wissenschaftliche Hintergrund der von Explorat verwendeten Verfahren liegt in den Bereichen der Soft Operations Research, der Argumentation Studies und Informellen Logik, der Decision Analysis und der politikwissenschaftlichen Deliberationsforschung (deliberative democracy; online deliberation/large scale deliberation).

Fallbeispiele: